Mitwirkung von anerkannten Verbänden in der

Landschaftsplanung

 

Warum sollten Verbände mit am Landschaftsplanungsverfahren beteiligt werden?

 

§ 60 BNatSchG – Von den Ländern anerkannte Vereine - Mitwirkung von Vereine:

*  Verbände / Vereine haben die Möglichkeit in Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege mitzuwirken, wenn sie anerkannt sind

*  die Anerkennung erfolgt, wenn die Kriterien des § 59 Abs. 1 Nr. 1-6 BNatSchG erfüllt sind und wird auf Antrag von der nach Landesrecht zuständigen Behörde erteilt

*  nach Anerkennung erlangt der Verband Rechtsfähigkeit d.h. der Verband erhält von der Rechtsordnung eine zuerkannte Fähigkeit, Träger von Rechten und Pflichten zu sein

 

§ 51 NatSchG LSA - Anerkennung von Vereinen:

*  die Anerkennung von Verbänden (nach § 59 BNatSchG) wird in Sachsen-Anhalt durch die oberste Naturschutzbehörde (Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft) ausgesprochen, soweit nicht der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständige Bundesminister zuständig ist

*  diese werden dann im jeweiligen Ministerialblatt veröffentlicht

 

Aufgrund ihres Sachverstandes, Engagement und Durchhaltevermögen stellen die anerkannten Umwelt -und Naturschutzverbände wichtige Informations- und Umsetzungspartner bei konkreten Maßnahmen der Landschaftsplanung dar.

Besonders die mit Umwelt- und Naturschutzverbänden erzielten Standpunkte besitzen hohe Bindungswirkung gegenüber örtlichen Politikern.

Weiterhin verfügen sie über Daten die meist nicht greifbar sind, können aktive Öffentlichkeitsarbeit betreiben und Maßnahmen der Landschaftsplanung nicht nur umsetzen, sondern auch ihre Pflege übernehmen.

Umwelt- und Naturschutzverbände sind unabhängig von wirtschaftlichen Überlegungen und können sich ganz der Vertretung von Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege widmen.

 

Die anerkannten Naturschutzverbände von Sachsen-Anhalt

 

Quelle: verändert nach Bundesamt für Naturschutz (2002): Interaktiver Landschaftsplan. – Bonn; §§ 51, 59, 60 NatSchG LSA