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Landschaftsplanung (im weiteren Sinne) ist das Planungsinstrumentarium im Aufgaben- und Berufsfeld von Naturschutz und Landschaftspflege. Die Aufgaben der Landschaftsplanung lassen sich aus dem Bundesnaturschutzgesetz ableiten und umfassen als Vorsorgeplanung zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen gleichrangig die Schutzgüter:

*    Boden,

*    Wasser,

*    Luft/Klima,

*    Arten- und Biotope sowie

*    Natur- und Landschaftserleben

sowohl im besiedelten als auch im unbesiedelten Bereich.

Landschaftsplanung (im engeren Sinne bzw. an Abschnitt 2 des Bundesnaturschutzgesetzes) als Teilaufgabe von Naturschutz und Landschaftspflege ist eine hoheitliche Aufgabe, deren Planungsinstrumente gesetzlich bestimmt sind:

*       Landschaftsprogramm [LaPro]            Bundesland

*       Landschaftsrahmenplan [LRP]             Region

*       Landschaftsplan [LP]                         Gemeinde

*       Grünordnungsplan [GOP]                    Teil der Gemeinde: i.d.R. Bebauungsplangebiet

Neben diesen im Abschnitt Landschaftsplanung des Bundesnaturschutzgesetzes genannten Planwerken verfügt die Landschaftsplanung (im weiteren Sinne) über zusätzliche Planungs- bzw. Prüfinstrumente:

*       Umweltbericht [UB] (Entscheidungsgrundlage für die Prüfung der Umweltfolgen von öffentlichen Plänen und Programmen)

*       Umweltverträglichkeitsstudie [UVS] (Entscheidungsgrundlage bei der Genehmigung von umweltbelastenden Vorhaben)

*       FFH-Verträglichkeitsstudie [FFH-VP] (zur Zulässigkeitsprüfung von Projekten und Plänen mit erheblichen Auswirkungen auf Natura 2000-Gebiete)

*       Landschaftspflegerischer Begleitplan [LBP] (zur Bewältigung der Eingriffsregelung)

*       Pflege- und Entwicklungspläne [PEP] (zur Gewährleistung der Erhaltungs- bzw. Entwicklungsziele von Schutzgebieten)

Voraussetzung für die Bewältigung dieser Planungsaufgaben ist neben fundierten Naturschutzkenntnissen eine umfassende Beherrschung von Methoden zur landschaftsökologischen Analyse- und naturschutzfachlichen Bewertung von Natur und Landschaft. Das Fachgebiet verbindet somit die grundlagenorientierte bzw. naturwissenschaftliche Landschaftsökologie und mit der umsetzungsorientierten bzw. planungswissenschaftlichen Landschaftsplanung.

Das Fachgebiet Landschaftsplanung und Landschaftsökologie vertritt neben der Betreuung von Projekten und Abschlußarbeiten 21 Module bzw. Themenschwerpunkte in den Bachelor-Studiengängen „Naturschutz und Landschaftsplanung“ und „Landschaftsarchitektur und Umweltplanung“ sowie den Masterstudiengängen „Naturschutz und Landschaftsplanung“ und Landscape Architecture (siehe Modul- bzw. Fächerübersichten).

letzte Aktualisierung: Montag, 10. August 2009