- Naturschutzfachliches Monitoring für die ehemalige Militärfläche Rödel in Sachsen-Anhalt - [2011-2013]
gefördert durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (ELER-Mittel)
Förderkennz.: 407.1.7-60128/32301000089
Laufzeit: 01.10.2011 - 30.09.2013
Projektbearbeiter:
Im Naturschutzgebiet "Tote Täler" nahe Freyburg (Unstrut) kommen großflächig naturnahe Kalktrockenrasen teilweise in prioritärer Ausbildung mit Orchideen (LRT 6210) und kleinflächig Kalk-Pionierrasen (LRT 6110) vor. Das Gebiet bietet Lebensraum für zahlreiche seltene und gefährdete Tiere wie Segelfalter, Rotflügelige Ödlandschrecke, Röhrenspinne, Schlingnatter und Sperbergrasmücke. Durch die Einstellung der militärischen Nutzung und eine nur sporadische Schafbeweidung kam es zur Ausbildung einer Streuschicht, dem Aufwachsen von Gehölzen und einer Verschlechterung des Erhaltungszustandes. Durch die Beweidung mit Großherbivoren (aktuell Konik) auf der Hochfläche und Schafen und Ziegen auf den sensiblen Hangbereichen sollen die vorkommenden Lebensraumtypen und Arten erhalten werden. Es werden Orchideen, Vegetation, das Verhalten der Weidetiere und verschiedene Tiergruppen untersucht.
Projektpartner:
gefördert durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (ELER-Mittel)
Förderkennzeichen: 407.1.7-60128/323011000001
Laufzeit: 01.05.2011 - 30.09.2013
Projektbearbeiter:
Im NATURA 2000 Gebiet „Mittlere Oranienbaumer Heide“ (FFH DE 4240-301, Größe: 2.024 ha) haben sich durch militärischen Übungsbetrieb FFH-Offenlandlebensräume erhalten und entwickeln können. Hierzu zählen „Trockene, europäische Heiden“ (FFH-LRT 4030; ca. 330 ha), „Trockene kalkreiche Sandrasen“ (FFH-LRT 6120*; ca. 135 ha, teilweise im Mosaik mit Heiden), „Trockene Sandheiden mit Calluna und Genista“ (FFH-LRT 2310; 11 ha) sowie „Dünen mit offenen Grasflächen mit Corynephorus und Agrostis“ (FFH-LRT 2330; ca. 17 ha). Das Vorkommen von Vogelarten des Anhang I der europäischen Vogelschutzrichtlinie wie Ziegenmelker, Heidelerche, Neutöter und Sperbergrasmücke als typische Vertreter der Offen- und Halboffenlandschaften führte weiterhin zur Meldung als SPA-Gebiet. Mit Aufgabe der militärischen Nutzung zu Beginn der 1990er Jahre unterlag das Gebiet bis zum Jahr 2008 einer ungestörten Sukzession, so dass die FFH-Lebensraumtypen ungünstige Erhaltungszustände aufwiesen.
Zum Erhalt der FFH-Lebensraumtypen sowie der Vogelarten nach Anhang I der EU-VSRL und weiterer gefährdeter und geschützter Tier- und Pflanzenarten (FFH/SPA, Rote Liste, BArtSchV) wurde im Rahmen eines DBU-Projektes (05/2008 bis 12/2011) auf einer Fläche von ca. 470 ha eine extensive Ganzjahresweide mit Robustrindern und -pferden eingerichtet sowie ergänzende Maßnahmen zur Verbesserung des Erhaltungszustands umgesetzt (Entbuschung, Heidemahd). Bis Ende 2012 soll die Weidefläche auf ca. 800 ha erweitert werden.
Eine naturschutzfachliche Erfolgskontrolle des Managements sowie der ergänzenden Maßnahmen wurde in den Jahren 2009 und 2010 begonnen. Erste Ergebnisse dieser Erfolgskontrolle zeigen sehr gute Trends für die Verbesserung des Erhaltungszustands der FFH-Lebensraumtypen, v. a. in Bezug auf wichtige Strukturparameter der Vegetation. Zur Sicherstellung der Entwicklung günstiger Erhaltungszustände der FFH-Lebensraumtypen sowie günstiger Populationen der wertgebenden Pflanzen- und Tierarten wird die naturschutzfachliche Erfolgskontrolle der Maßnahmen im Gebiet fortgesetzt. Eine weitere Begleitung des Regenerationsprozesses ermöglicht eine weitere und fachlich begründete Anpassung des Managements, v. a. hinsichtlich der Besatzstärke und des Verhältnisses der eingesetzten Weidetiere (Rinder, Pferde) an die Entwicklung der Habitate und Populationen wertgebender Pflanzen- und Tierarten.
Leitung/Koordination des Gesamtvorhabens:
- Prof. Dr. Sabine Tischew (HS Anhalt)
Kooperationspartner:
gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (FH profund Programm)
Förderkennzeichen 17113A10
Laufzeit: 09-2010 – 09-2013
Projektleitung Hochschule Anhalt:
- Prof. Dr. Sabine Tischew
- Prof. Dr. Dieter Orzessek
Projektbearbeiter Hochschule Anhalt:
Verbundprojekt mit der Hochschule Osnabrück; Gesamtprojektleitung:
- Prof. Dr. Kathrin Kiehl
Projektinhalte:
Im Projektverlauf sollen Umsetzungsdefiziten bezüglich der Verwendung gebietseigener Herkünfte bei der Aufwertung von Saumgesellschaften analysiert und neuer Verfahren für die Etablierung von artenreichen Saumgesellschaften erprobt werden.
Ziel ist die Etablierung blütenreicher, standortangepasster Saumgesellschaften auf produktiven Standorten. Dafür wurden im Spätsommer 2010 auf einem Blockversuch mit unterschiedlicher Standortvorbereitung (1x Fräsen/Grubbern, 3x Fräsen/Grubbern, nur Mahd) artenreiche Samenmischungen aus dem Naturraum ausgesät. Im Folgejahr ist die Anlage weiterer Demonstrationssäume vorgesehen, die möglichst großflächig der jeweiligen Region umgesetzt werden sollen.
Die bei der Begrünung eingesetzten Samenmischungen aus dem Naturraum sollen sowohl am Rand landwirtschaftlich genutzter Fläuchen als auch entlang von Grünflächen, Weg- und Straßenrändern eingesetzt werden und die sich entwickelnde Vegetation soll möglichst wenig Pflegeaufwand erfordern.
Durch den Aufbau einer Internet-Plattform werden Informationen und Handlungsanleitungen für zukünftige Anwender zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden geeignete Strategien für die Vermarktung des regionalen Saatgutes und die Planung und Umsetzung der Maßnahmen zur Etablierung artenreicher Saumgesellschaften zu unterstützen.
gefördert durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (ELER-Mittel)
Laufzeit: zunächst 01.04.2012 – 30.09.2014 (zuvor 01.03.2009 - 28.02.2010, 01.06.2010 – 31.03.2012)
Projektbearbeiter:
Über Jahrhunderte hinweg wurden viele Hänge im Unteren Saaletal mit Schafen und Ziegen beweidet. Die Beweidung erfolgte traditionell in Hütehaltung. Auf den steilsten und wenig ertragreichen Hängen wurde vor allem mit Ziegen beweidet. Während Schafe überwiegend Gräser und Kräuter fressen, sind Ziegen hinsichtlich ihrer Futterwahl vielseitiger. Auch das Laub und die Rinde von Gehölzen werden von Ziegen gern gefressen.
Durch diese traditionelle Nutzungsform entstanden magere, blütenreiche, gebüsch- und baumarme Flächen, die zahlreichen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten der Trocken- und Halbtrockenrasen einen Lebensraum bieten. Seit längerer Zeit ungenutzt, verbuschen die Hänge im Unteren Saaletal jedoch zunehmend. Viele Arten der Felsfluren und Trockenrasen wurden auf wenige Reststandorte verdrängt. Hiermit verbunden ist der Verlust wertvoller Strukturen und blütenreicher Elemente, die unsere Kulturlandschaft einst prägten.
Einige der typischen Pflanzengesellschaften der Trocken- und Halbtrockenrasen sind als Lebensraumtypen (LRT) in Anhang I der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) geschützt. Die Erhaltungszustände dieser Lebensräume sind zu schützen bzw. die positive Weiterentwicklung (Verbesserung des Erhaltungszustandes) zu gewährleisten (Art. 3 FFH-Richtlinie).
Vor diesem Hintergrund wurde das vom Land Sachsen-Anhalt geförderte Beweidungsprojekt initiiert. Zentrale Aufgabenstellungen in der gegenwärtigen Projektphase sind:
- Naturschutzfachliche Erfolgskontrollen (Vegetation, Avifauna, Heuschrecken, Tagfalter),
- Untersuchungen zum Raum- und Fraßverhalten sowie zur Kondition der Weidetiere,
- Betreuung der Bewirtschafter,
- Öffentlichkeitsarbeit.
Träger des Projektes ist das Prof. Hellriegel Institut e.V. an der Hochschule Anhalt, welches in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverein Saaletal e.V. (Zickeritz), dem Bund-Regionalverband Halle-Saalekreis und dem Fachbüro SALIX (Wettin) die Flächeneinrichtung und -pflege organisiert sowie Erfolgskontrollen durchführt. Die Flächen werden durch lokale Landwirte und Vereine bewirtschaftet. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt (ELER-Mittel) und der Heidehofstiftung.
Projektträger:
Projektpartner und Förderer:
- Heidehofstiftung GmbH
- Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. BUND
- SALIX - Büro für Ökologie und Landschaftsplanung
- Landschaftspflegeverein Saaletal e.V.
- Naturnahe Revitalisierung von Bergbaufolgelandschaften in Böhmen/Tschechien - [2009-2012]
Utilisation of near-natural re-vegetation methods in restoration of surface-mined land
gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Projektnummer: 26858-33/2
Laufzeit: 2.2.2009 - 2.2.2012
Projektbearbeiter:
Projektleitung:
Projektpartner:
- University of South Bohemia, Department of Botany Karel Prach - Tschechische Republik
Kooperationspartner:
- Hanson CR, a.s., Trida Cs. armady 824, 391 81 Veseli nad Luznici II, Czech Republic
- Doly Bilina Mining Company, ul. Dulni 375/89, 418 29 Bilina, Czech Republic
- Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV), Sanierungsbereich Mitteldeutschland, Walter-Köhn-Straße 2, 04356 Leipzig, Deutschland
- Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG), Wiesenstr. 20, 06727 Theißen, Deutschland
Ziel:
- Erkennen und formulieren von allgemein gültige Besiedlungs- und Sukzessionsmechanismen für europäische Bergbaufolgelandschaften
- Entwicklung genereller Strategien für eine naturnahe Beschleunigung der Vegetationsentwicklung
- Analyse des Standes der Technik in Wissenschaft und Praxis in Deutschland und in der Tschechischen Republik
- Nutzung von alten Versuchsflächen zur spontanen und gelenkten Sukzession in beiden Ländern
- Anlage von Demonstrationsflächen zur naturnahen Begrünung in der Tschechischen Republik
- Wissenstransfer der gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen in Wissenschaft und Praxis
- Herausgabe eines Leitfadens zur naturnahen Begrünung von Bergbaufolgelandschaften in englischer und tschechischer Sprache
- Organisation eines internationalen Workshops in Ceske Buejovice im Sommer 2011
- Energieholz und Biodiversität - die Nutzung von Energieholz als Ansatz zur Erhaltung und Entwicklung national bedeutsamer Lebensräume - [2009-2012]
Teilprojekt: Technikfolgenabschätzung und Untersuchung der Effizienz aus Naturschutzsicht
gefördert durch Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Freistaat Thüringen, Land Brandenburg
Projektnummer: 03KB020B
Laufzeit: 01.07.2009 - 31.12.2012
Projektbearbeiter:
Im Verbundvorhaben sollen durch die Erschließung des biogenen Reststoffs "Landschaftspflegeholz" Synergieeffekte zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem Erhalt der Arten- und Biotopvielfalt erzielt werden. Am Beispiel von über 40 Modellflächen wird die energetische Verwertung von Landschaftspflegeholz in den beiden Bundesländern Thüringen und Brandenburg untersucht. Die Beerntung von Landschaftspflegeholz auf Naturschutzflächen erfordert umfassende Technikfolgen-Untersuchungen sowie naturschutzfachliche Erfolgskontrollen. Die Umsetzung dieses Teilprojektes erfolgt im Bereich Vegetationsökologie durch die Hochschule Anhalt.
Arbeitspakete:
- Erfassung und Bewertung der ökologischen Effizienz der untersuchten Energieholznutzungssysteme (naturschutzfachliche Erfolgskontrollen)
- Wissenschaftlicher Versuchsansatz zur vergleichenden Untersuchung der Effekte verschiedener Erntetechnologien für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt in ausgewählten Lebensräumen
- Auswertung und Ableitung von naturschutzfachlichen Empfehlungen hinsichtlich einer Nutzung des biogenen Reststoffs "Landschaftspflegeholz" in unterschiedlichen Lebensräumen
Leitung/Koordination des Gesamtvorhabens:
- Naturstiftung David, Erfurt
Weitere Projektpartner:
Assoziierte Partner:
gefördert durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (ELER-Mittel)
Förderkennz.: 407.1.1-60128/323010000010 und 407.1.1-60128/323011000033 (Folgeprojekt)
Laufzeit: 01.04.2010 - 30.09.2013 (Folgeprojekt)
Projektbearbeiter:
Im Mittelpunkt des Projektes steht das Management von drei Offenlandlebensraumtypen, die für Sachsen-Anhalt sowohl aus quantitativer wie auch qualitativer Sicht eine hohe Bedeutung haben: 6440 (Brenndolden-Auenwiesen), 6510 (Magere Flachland-Mähwiesen) und 6520 (Berg-Mähwiesen). Für diese Grünlandlebensraumtypen soll ein länderspezifischer Leitfaden für die Maßnahmenplanung im Rahmen der Managementplanung von FFH-Gebieten weiter bearbeitet werden. Darüber hinaus sollen Maßnahmen und Agrarumweltprogramme evaluiert werden. In zwei Grünlandversuchen (Blockdesign) im Wulfener Bruch und auf den Fischerhüttenwiesen bei Dessau werden die Auswirkungen unterschiedlicher Maßnahmen (-kombinationen) der Mahd, Düngung und Walzen auf das Artenspektrum, Vegetationsstrukturen, Bodennährstoffhaushalt und Aufwuchsverwertbarkeit der LRT 6440 und 6510 erprobt und überprüft werden. Weiterhin soll eine Flachlandmähwiese durch Zielartenetablierung aufgewertet werden.
Projektleitung:
- Prof. Dr. habil. Sabine Tischew (HS Anhalt)
gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt und die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz
Förderkennzeichen: Az 25424/02 - 33/0
Laufzeit: 05.2008 - 12.2011
Projektbearbeiter:
Auf dem ehemaligen sowjetischen Truppenübungsplatz "Oranienbaumer Heide" bei Dessau konnten sich als "Nebenprodukt" der militärischen Nutzung trockene, europäische Heiden, basenreiche Sandrasen und Silbergraspionierfluren auf Binnendünen erhalten und entwickeln. Das NATURA-2000-Gebiet zählt zu den biotop- und artenreichsten Gebieten Sachsen-Anhalts und wurde zum "Nationalen Naturerbe" erklärt. Zum Erhalt und zur Entwicklung der wertvollen Offenlandlebensräume wurde im Jahr 2008 auf ca. 300 ha eine extensive Ganzjahresstandweide mit Robustrindern und -pferden eingerichtet. Im Vordergrund des Weidemanagements steht der Erhalt einer halboffenen Weidelandschaft nach naturschutzfachlichen Maßgaben. Es wird eine max. Besatzdichte von 1 Tier je drei Hektar angestrebt. Um den Einfluss der Beweidung zu analysieren und das Weidemanagement im Hinblick auf einen günstigen Erhaltungszustand der FFH-Lebensraumtypen und FFH-Anhangslisten zu optimieren, wird eine naturschutzfachliche Erfolgskontrolle durchgeführt.
Leitung/Koordination des Gesamtvorhabens:
- Prof. Dr. Birgit Felinks (HS Anhalt)
- Prof. Dr. Sabine Tischew (HS Anhalt)
Projektpartner:
- Primigenius - Köthener Naturschutz und Landschaftspflege gGmbH
- Biosphärenreservatsverwaltung "Mittelelbe"
- Förder- und Landschaftspflegeverein "Mittlere Elbe" e.V.
Kooperationspartner:
- Central Europe Projekt: Semi-natural grassland as a source of biodiversity improvement (SALVERE) - [2009-2011]
Naturnahe Offenlandgesellschaften als Quelle zur Erhöhung der Artenvielfalt
gefördert durch die Europäische Union, INTERREG IVB Programm "Central Europe"
Projektnummer: 1CE052P3
Laufzeit: 1.1.2009 - 31.12.2011
Projektbearbeiter:
Leitung/Koordination des Gesamtvorhabens:
Weitere Projektpartner:
- University of Padova, Department of Environmental Agronomy and Crop Production - Michele Scotton (Italien)
- Hochschule Anhalt - Sabine Tischew (Deutschland)
- Rieger-Hofmann GmbH - Ernst Rieger (Deutschland)
- Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein (HBLFA) - Bernhard Krautzer (Österreich)
- Kärntner Saatbau - Christian Tamegger (Österreich)
- Poznan University, Department of Grassland Sciences - Piotr Golinski (Polen)
- OSEVA PRO Ltd., Grassland Research Station Roznov - Magdalena Sevciková (Tschechische Republik)
- Slovak Agricultural Research Centre (SARC) - Grassland and Mountain Agriculture Research Institute (GMARI)- Miriam Kizeková (Slowakei)
Ziel:
- Analyse des Zustandes von hochwertigen landwirtschaftlichen Flächen (HNVF) in ausgewählten Ländern Zentraleuropas, unter Berücksichtigung von Agrarpolitik und Zukunftstrends
- Untersuchungen zur Samenproduktion in artenreichen Wiesenbeständen und zur Keimfähigkeit der gewonnenen Samengemische
- Verbesserung der Ernte- und Lagermethoden des in artenreichen Wiesen gewonnenen Saatgutes
- Verbesserung der Techniken zu Neuanlage von HNV-Flächen durch die Verwendung von Saatgut aus artenreichen Wiesen
- Wissenstransfer der gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen durch Workshops und zwei Praxishandbücher sowie durch die Anlage von 22 Pilotprojekten in den beteiligten Ländern
- Monitoring der Beweidung auf orchideenreichen Kalktrockenrasen im Naturschutzgebiet "Tote Täler" in Sachsen-Anhalt - [2009-2011]
gefördert durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (ELER-Mittel)
Förderkennz.: 407.1.7-60128/323009009000054
Laufzeit: 08.2009 - 10.2011
Projektbearbeiter:
- Dipl.-Ing. (FH) Martina Köhler
- B.Sc. Georg Hiller
- B.Sc. Christoph Hein
Im Naturschutzgebiet "Tote Täler" nahe Freyburg (Unstrut) kommen großflächig naturnahe Kalktrockenrasen teilweise in prioritärer Ausbildung mit Orchideen (LRT 6210) und kleinflächig Kalk-Pionierrasen (LRT 6110) vor. Das Gebiet bietet Lebensraum für zahlreiche seltene und gefährdete Tiere wie Segelfalter, Rotflügelige Ödlandschrecke, Röhrenspinne, Schlingnatter und Sperbergrasmücke. Durch die Einstellung der militärischen Nutzung und eine nur sporadische Schafbeweidung kam es zur Ausbildung einer Streuschicht, dem Aufwachsen von Gehölzen und einer Verschlechterung des Erhaltungszustandes. Durch die Beweidung mit Großherbivoren (aktuell Konik) auf der Hochfläche und Schafen und Ziegen auf den sensiblen Hangbereichen sollen die vorkommenden Lebensraumtypen und Arten erhalten werden. Es werden Orchideen, Vegetation, das Verhalten der Weidetiere und verschiedene Tiergruppen untersucht.
Projektpartner:
- Stärkung von Populationen und Wiederansiedlung der prioritären FFH-Anhangsart Jurinea cyanoides in Sachsen-Anhalt - [2010-2011]
gefördert durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (ELER-Mittel)
Förderkennz.: 407.1.2-60128/323009000092
Laufzeit: 10.02.2010 – 15.12.2012 (zuvor 2008 - 2009)
Projektbearbeiter:
Die in Anhang II und IV der FFH-Richtlinie geführte Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides) ist in Deutschland und Sachsen-Anhalt als stark gefährdet aufgeführt und im Rückgang begriffen. Den 18 aktuellen Vorkommen in Sachsen-Anhalt stehen mindestens 47 erloschene gegenüber. Die Silberscharte bevorzugt kontinentale Sandtrockenrasen, Gefährdungen bestehen in der Aufgabe der Nutzung, Stickstoffeintrag über die Luft und einem Schließen der Vegetationsdecke durch konkurrenzstarke Gräser. Im Projekt wird an zwei Fundpunkten an der Elbe der Lebensraum durch Gehölzentnahme und Oberbodeninversion wieder hergestellt und die Populationen werden durch Einbringen von Samen aufgewertet. In einem systematischen Versuch wird der Erfolg unterschiedlicher Wiederherstellungsmethoden (Oberbodeninversion, Sodenschüttung, Mahd) untersucht. Am Weinberg Ost bei Blankenburg (Harz) und auf dem Mühlenberg bei Steckby erfolgten zwei Wiederansiedlungen, in der Oranienbaumer Heide erfolgte eine Ansiedlung, weitere Standorte werden gepflegt.
Projektträger:
Projektpartner:
- Biosphärenreservat Mittelelbe
- Untere Naturschutzbehörden
- Flächeneigentümer
- Informationssystem Naturnahe Begrünungsmaßnahmen (INB) und Spenderflächenkataster Sachsen-Anhalt - [2010-2011]
gefördert durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (ELER-Mittel)
Förderkennz.: 407.1.2-60128/323009000082
Laufzeit: 01.04.2010 - 30.09.2011 (zuvor 2009 - 2010)
Projektbearbeiter:
In den Jahren 2006-2007 wurde in Sachsen-Anhalt das deutschland- und europaweit erste Spenderflächenkataster aufgebaut und im Internet präsentiert. Dazu wurden in ausgewählten Regionen potenzielle Spenderflächen für naturnahes Mahdgut recherchiert und umsetzungsrelevante Daten erhoben. Damit hat Sachsen-Anhalt eine wesentliche Vorreiterrolle eingenommen. Die entwickelte Methodik zur Erfassung und Datenhaltung von Mahdgutspenderflächen wird inzwischen in anderen Bundesländern als Grundlage für eigene Kataster verwendet.
Weiterhin wurde die zentrale Informationsplattform für naturnahe Begrünungsmaßnahmen (INB) entwickelt.
Seit April 2009 wird das Spenderflächenkataster flächenmäßig auf ganz Sachsen-Anhalt ausgeweitet. In diesem Zusammenhang wird die Datenbank teilweise inhaltlich und grundlegend technisch überarbeitet und erweitert.
Das Informationssystem Naturnahe Begrünungsmaßnahmen (INB) wird entsprechend der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse fortgeführt und um eine Datenbank erfolgreich umgesetzter Begrünungsprojekte erweitert.
Beispielhaft für den Landkreis Wittenberg, der neben einer Vielzahl von potenziellen Spenderflächen über eine große Zahl von artenarmen oder degradierten Offenlandflächen verfügt, wird ein Kataster potenzieller Maßnahmeflächen entwickelt. Mit dieser Datenbank soll eine schnelle Recherche nach Flächen ermöglicht werden, die im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aufgewertet werden können.
... zum Informationssystem Naturnahe Begrünungsmaßnahmen (INB)
- Modellprojekt zur Grünlandaufwertung in FFH-Gebieten mittels neuer Methoden zur Etablierung von Zielarten - [2010-2011]
Entwicklung und Sicherung des günstigen Erhaltungszustandes
gefördert durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (ELER-Mittel)
Förderkennz.: 407.1.9-60128/323010000012
Laufzeit: 06.04.2010 - 30.09.2011 (zuvor 2009 - 2010)
Projektbearbeiter:
- Dr. Annett Baasch
- Dipl.-Ing. (FH) Konstanze May
- M.Sc. Mareike von der Mehden
Derzeit entsprechen viele Grünländer innerhalb von FFH-Gebieten den Kriterien von Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie nicht oder weisen keinen günstigen Erhaltungszustand auf. Trotz ± optimaler Standortbedingungen und einem langjährigem extensiven Pflegemanagement fehlt vielen Grünlandbeständen ein lebensraumtypisches Arteninventar. Innerhalb des Projektes werden verschiedene naturnahe Begrünungsmethoden (Mahdgutübertrag, Wiesendrusch, Einsaat mit gebietsheimischem Saatgut) zur aktiven Einbringung von Zielarten in ausgewählten Grünlandflächen erprobt. Ein angepasstes Pflegemanagement soll den Maßnahmenerfolg unterstützen. Begleitend wird ein wissenschaftliches Monitoring durchgeführt.
Kooperationspartner:
- Untere Naturschutzbehörde Wittenberg
- Biosphärenreservat Mittelelbe
- Flächeneigentümer und -nutzer
Unterauftragsnehmer:
- UBC Umweltvorhaben in Brandenburg Consult GmbH
- Matthias Stolle Wildpflanzenvermehrung und -handel
- Leitfaden zur Grünlandbewirtschaftung - [2009-2010]
gefördert durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt (ELER-Mittel)
Förderkennz.: 407.1.1-60128/323009000022
Laufzeit: 01.07.2009 - 31.03.2010
Projektbearbeiter:
- Dipl.-Ing. (FH) Sandra Dullau
- Dipl.-Ing. Michael Makala
Im Mittelpunkt des Projektes steht das Management von drei Offenlandlebensraumtypen, die für Sachsen-Anhalt sowohl aus quantitativer wie auch qualitativer Sicht eine hohe Bedeutung haben: 6440 (Brenndolden-Auenwiesen), 6510 (Magere Flachland-Mähwiesen) und 6520 (Berg-Mähwiesen).
Das Projekt stellt den aktuellen Forschungs- und Wissensstand zum Thema Grünland zusammen und sammelt die umfassenden regionalen Erfahrungen im Flächenmanagement. Darüber hinaus werden eine Übersicht der naturraumtypischen Ausprägungen dieser Wiesengesellschaften erarbeitet, Zielzustände als Voraussetzung für eine effektive Erfolgskontrolle von Managementmaßnahmen formuliert und die historische Grünlandnutzung thematisiert.
Im Ergebnis des Projektes wird ein Leitfaden zum standortangepassten und zielgerichteten Grünlandmanagement erarbeitet. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Qualitätssicherung der Managementpläne für Natura 2000-Gebiete gewährleistet, indem eine auf wissenschaftlicher Grundlage basierende, zielgerichtete Maßnahmenableitung erfolgt. Durch die Einbeziehung zahlreicher regionaler Grünlandexperten und die Veranstaltung von Workshops sollen die Projektergebnisse auf eine breite Akzeptanz stoßen.
Auf das Projekt aufbauend sollen 2010 zudem mehrere Grünlandversuche angelegt werden, bei denen unterschiedliche Maßnahmen (-kombinationen) der Mahd, Beweidung und Düngevarianten erprobt und deren Auswirkungen auf das Artenspektrum, Vegetationsstrukturen, Bodennährstoffhaushalt und Aufwuchsverwertbarkeit überprüft werden. Die gewonnen Erkenntnisse sollen fortlaufend in den Leitfaden sowie in eine Internetplattform einfließen. Weiterhin ist die Evaluierung ausgewählter Maßnahmen aus den Förderprogrammen "Vertragsnaturschutz" und "Freiwillige Naturschutzleistungen" sowie von Maßnahmen und Projekten zur extensiven Beweidung auf Grünland geplant. Zudem soll eine Überprüfung der förderfähigen Naturschutzmaßnahmen in Agrarumweltprogrammen bezüglich Eignung und Kostendeckung für den Zuwendungsempfänger thematisiert und hieraus Empfehlungen hinsichtlich einer zukünftigen Weiterentwicklung der aktuell gültigen Förderrichtlinien insbesondere für die o.g. FFH-Lebensraumtypen abgeleitet werden.
Projektleitung:
- Prof. Dr. habil. Sabine Tischew (HS Anhalt)
- Prof. Horst Lange (HS Anhalt)
- Erarbeitung eines Konzeptes zum Monitoring von Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie zur Erfüllung der FFH-Berichtspflichten im Land Sachsen-Anhalt (Teilleistungen) - [2008-2009]
im Auftrag des Landesamtes für Umweltschutz
Laufzeit: zunächst 11.2008 - 12.2009
Projektbearbeiter:
Zentrales Ziel der FFH-Richtlinie ist die Erhaltung bzw. Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands von Lebensraumtypen. Ein Monitoring muss deshalb zu einer klaren Vorstellung in Bezug auf den tatsächlichen Erhaltungszustand und die entsprechenden Trends führen und somit Aufschluss darüber geben, inwieweit das zentrale Ziel erreicht wird. Im Rahmen des Verbundprojektes wird unter Beachtung der Vorgaben der EU, bundesweiter Vorgaben und landesspezifischer Aufgaben ein Konzept für ein systematisches und kontinuierliches Monitoring von FFH-Lebensraumtypen in Sachsen-Anhalt erarbeitet. Dies beinhaltet die Konzeption von methodischen Rahmenvorgaben für das Monitoring der unterschiedlichen Lebensraumtypen sowie die Empfehlung von konkreten Untersuchungsflächen.
Arbeitspakete des Gesamtvorhabens:
- Erarbeitung der bestmöglichen Datengrundlage zur Abschätzung von LRT-Grundgesamtheiten
- Auswahl der Untersuchungsflächen für das FFH-Monitoring in Sachsen-Anhalt (Stichprobenziehung und Evaluierung im Gelände)
- Präzisierung der Erfassungsmethodik für alle in Sachsen-Anhalt vorkommenden Lebensraumtypen
- Ersteinrichtung und Erstaufnahme von ausgewählten Untersuchungsflächen
- GIS & Datenbankkonzeption
Leitung/Koordination des Gesamtvorhabens:
Weitere Projektpartner:
- RANA - Büro für Ökologie und Naturschutz Frank Meyer
- SALIX - Büro für Ökologie und Landschaftsplanung
- Umwelt- und GeodatenManagement GbR (Umgeodat)
- Dr. Anselm Krumbiegel
- Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)
gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Laufzeit: 15.01.2007 - 31.01.2009
Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Tischew
Kooperationspartner: Fachhochschule Trier, Standort Umwelt-Campus Birkenfeld (UCB) (AG Prof. Dr. Peter Heck, Institut für angewandtes Stoffstrommanagement)
- Konzeption und Umsetzung der Weiterbildung "FFH-Kartierung von Offenlandbereichen in Sachsen-Anhalt" - [2007-2008]
gefördert durch das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, Referat Aus- und Fortbildung sowie das PersonalServiceCenter der Landesverwaltung
Laufzeit: 08.03.2007 bis 31.10.2008
Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Tischew
Lehrverantwortliche: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Mann, Dipl.-Ing. (FH) Christine Teumer
Kooperationspartner: Landesamt für Umweltschutz in Halle
gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt
Laufzeit 05.2006 - 11.2007
Modellregionen: Altmarkplatten, Elbtal, Altmarkheide, Tangergebiet, Olveniederung, Östliches und Nordöstliches Harzvorland, Unteres Saaletal, Hallesches Ackerland, Köthener Ackerland, Mosigkauer Heide
gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt
Laufzeit: 07.2006 - 11.2007
- Pflegemanagement von FFH-Offenlandlebensräumen in der "Oranienbaumer Heide" (Vorstudie) - [2007]
Mittelgeber Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Förderkennzeichen: Az 25424 - 33/0
Laufzeit: 07.2007 - 10.2007
Projektleitung:
- Prof. Dr. B. Felinks, Hochschule Anhalt
- Prof. Dr. S. Tischew, Hochschule Anhalt
Projektbearbeiter:
Kooperationspartner:
- Primigenius - Köthener Naturschutz und Landschaftspflege gGmbH
- Biosphärenreservatsverwaltung "Mittelelbe"
- Förder- und Landschaftspflegeverein "Mittlere Elbe" e.V.
Projektbeschreibung:
Im Rahmen einer Vorstudie wurden wesentliche Grundlagen für das Projektvorhaben "Entwicklung von kosteneffizienten Strategien zum Erhalt und zur Entwicklung von FFH-Offenlandlebensräumen auf großen Flächen" erarbeitet:
- Erfassung und Analyse der aktuellen Lebensraumtypenausstattung auf dem ehemaligen sowjetischen Truppenübungsplatz "Oranienbaumer Heide" bei Dessau als Grundlage für die Konzeption eines Pflegemanagements von FFH-Offenlandlebensräumen
- Erarbeitung eines Weidekonzeptes zur Einrichtung einer extensiven Ganzjahresstandweide mit Robustrinder- und -pferderassen
- Prüfung der Inanspruchnahme von landwirtschaftlichen Prämien und/oder Fördermitteln für eine naturschutzkonforme, landwirtschaftliche Nutzung
- Ermittlung des regionalen Bedarfs an Energieholz sowie Möglichkeiten der Verwertung von Heidekraut-Biomasse
- Standardisierung von ökologischen Wirkungskontrollen (Qualitätskontrollen) für landschaftspflegerische Kompensationsmaßnahmen im Straßenbau (FE 02.0250/2004/LGB) - [2005-2006]
Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, vertreten durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
Laufzeit 01.2005 - 08.2006
Auftragnehmer: Professor Hellriegel Institut e.V.
Ziel:
- Praktikable Standards für die Durchführung von Kontrollen in allen Phasen der Planung und Ausführung von Kompensationsmaßnahmen:
- Planungskontrolle
- Herstellungskontrolle
- Pflege- und Funktionskontrolle
- EU-CADSES-Projekt Successful Rehabilitation Accompanying Infrastructural Interventions - SURE - [2004-2006]
WP 3: Rehabilitation of coal, lignite and other ores excavation areas
gefördert durch die Europäische Union
Projektleitung: Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein (HBLFA)
Laufzeit: 1.1.2004 - 31.12.2006
Projektpartner:
- Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein (HBLFA) - Austria
- SAASD Provincia di Pordenone - Italy
- Hochschule Anhalt (University of Applied Science) - Germany
- National Agric. Research Foundation, Inst. For Soil Mapping and Classification - Greece
- OSEVA PRO Ltd., Grassland Research Station Roznov - Zubri - Czech Republic
- GMARI Banska Bystrica - Grassland and Mountain Agriculture Research Institute - Slovakia
- Kärntner Saatbau - Austria
- Mibrag GmbH - Germany
Ziel:
- Umsetzung von Strategien, die eine ökologische und nachhaltige Renaturierung von Flächen mit extremen Standortbedingungen ermöglichen
- Etablierung eines neuen Wissensstands in der Renaturierung und Integration alternativer Renaturierungskonzepte (z.B. Auftrag von frischem, diasporenreichen Mähgut und Mulchdecksaaten mit autochthonem Saatgut) in die zukünftige Rekultivierung von Abgrabungsstätten
- Sicherung eines effektiven Erosionsschutzes auf sensiblen Böschungsbereichen bei gleichzeitig naturnaher Vegetationsentwicklung
- Demonstrationsflächen veranschaulichen und unterstützen den Wissenstransfer
- Pilotstudie zum naturschutzfachlichen Monitoring für den Tagebau "Vereinigtes Schleenhain" - [2002-2005]
gemeinsame Projektleitung mit: Dr. Henle (UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH),
gefördert durch die MIBRAG
Laufzeit: 09.2002 - 02.2005
Projektbearbeiter:
- Dipl.-Ing. (FH) Sandra Dullau
- Dipl.-Ing. (FH) Sandra Mann
- Prof. Dr. Birgit Felinks
Ziel:
- Erprobung der Praxisnähe und Durchführbarkeit des Monitoringkonzeptes (erarbeitet 10.2001-08.2002) sowie dessen zielgerichtete Weiterentwicklung.
- Im Ergebnis soll ein tragfähiger Kompromiss zwischen einer möglichst optimalen Erfassung der biologischen Vielgestaltigkeit und der logistischen, finanziellen und personellen Durchführbarkeit gefunden werden.
Aufgaben:
- Dokumentation der Arten- und Biotopausstattung sowie Durchführung einer Landschaftsanalyse
- Dokumentation und Sammeln von Erfahrungen bezüglich der Datenerhebung im Gelände
- Schaffung von tragfähigen (logistischen und finanziellen) Rahmenbedingungen zur kontinuierlichen und effektiven Datenerhebung, -auswertung und -speicherung
- Analyse der Variabilität der erhobenen Daten mit statistischen Methoden, um den zeitlichen Ablauf und den Stichprobenumfang so anpassen zu können, dass mit den erhobenen Daten ein ausreichend sensitives Frühwarnsystem geschaffen wird.
gefördert durch die Stiftung für Bildung und Behindertenförderung GmbH (SBB) Förderbereich Ökologie
Laufzeit 05.2003 - 10.2004
Ziel:
- Ausarbeitung einer Handlungsanleitung für eine landschaftsökologische Analyse in großräumigen Schutzgebieten am Beispiel des Çukurova-Deltas
- Entwicklung eines terrestrischen Biotoptypenschlüssels
- beispielhafte Anwendungen von Methoden der Fernerkundung
- Anwendung der Ergebnisse sowohl bei der Ausweisung von Schutzgebieten, als auch im Rahmen von Monitoringvorhaben
- Akkumulation organischer Substanz in Rohböden aus technogenen und natürlichen Substraten als Indikator der Bodenbildung unter Bedingungen natürlicher Sukzession - [2002-2004]
Teilprojekt: Vegetationsentwicklung
gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt
Laufzeit: 08.2002 - 07.2004
in Kooperation mit einem Projekt der Martin-Luther-Universität Halle, Institut für Bodenkunde (Arbeitsgruppe Prof. Jahn)
Ziel:
- Vergleichende Analyse und Bewertung der Vegetations- und Bodenentwicklung auf Rohböden der Sodaindustrie (Calciumchlorid-Deponien) und des Braunkohlentagebaus unter besonderer Berücksichtigung der Akkumulation organischer Substanz sowie Bildung und Dynamik einzelner C-Pools
- Handlungsempfehlungen zum Prozess- und Flächenmanagement
gefördert durch die EU
Laufzeit 01.2001 - 06.2003
Projektleitung Prof. Dr. T. Altan (Çukurova-Universität Adana, Türkei)
Ziel:
- Vegetationsanalysen und Kartierungen von Küstenbiotopen im Çukurova-Delta, mit dem Ziel, die Folgen anthropogener Beeinträchtigungen dieser einzigartigen Naturräume zu minimieren und in den stark beeinträchtigten Bereichen Regenerationsprozesse zu unterstützen
- Analyse, Prognose und Lenkung der Waldentwicklung auf Sukzessionsflächen der Mitteldeutschen und Lausitzer Braunkohlenreviere - [2000-2003]
Teilprojekt im Forschungsverbund "Waldumbau der Kippenerstaufforstungen zur Nachhaltsicherung der forstlichen Nutzung"
gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV)
Förderkennzeichen des BMBF: 0339770
Laufzeit 10.2000 - 09.2003
Verbundpartner:
- Forschungsinstitut Bergbaufolgelandschaften Finsterwalde (FIB e.V.)
- Planungsbüro Steine und Erden (SEP)
Projektleitung:
- Prof. Dr. Sabine Tischew
Projektbearbeiter:
- Dipl.-Ing. (FH) Antje Lorenz
- Dipl.-Biol. Grit Striese
- Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Benker
Projektbeschreibung:
Als Grundlage für eine Ökologisch ausgewogene Rekultivierung der Kippenflächen in den ehemaligen Mitteldeutschen und Lausitzer Braunkohlenrevieren wurden die Sukzessionsprozesse spontan entwickelter Wälder analysiert (Chronosequenzanalyse) und standörtlich differenzierte Sukzessionsserien klassifiziert. Das natürliche Regenerationspotenzial wurde unter anderem anhand des Beginns der Besiedlung mit Pionierbäumen, der Einwanderung von Intermediär- und Klimaxbaumarten sowie krautiger Waldbodenarten untersucht.
Für Standorte mit verzögerter Waldentwicklung wurden Möglichkeiten zur gezielten Beschleunigung der Entwicklung mittels naturnaher Verfahren getestet. Hierzu wurden standardisierte Versuche wie beispielsweise der Saat von Birke und/oder Kiefer auf Rohböden sowie der Saat mit Intermediär- und Klimaxbaumarten oder der Hähersaat in Pionierwäldern durchgeführt.
Die Ergebnisse zur natürlichen Waldentwicklung sowie zu naturnahen Methoden zur Beschleunigung der Waldentwicklung wurden unter Einbeziehung weiterer Initialensetzungsmethoden in einem Konzept zur naturnahen Vegetationsentwicklung für Bergbaufolgeflächen zusammengefasst. Dieses Konzept zeigt Strategien und Möglichkeiten einer ökologisch nachhaltigen sowie volks- und betriebswirtschaftlich tragfähigen Rekultivierung und Wiedernutzbarmachung von Bergbaufolgeflächen auf.
gefördert vom BMBF und Land Sachsen-Anhalt
Laufzeit 08.1999 - 02.2003, (Gesamtleitung und Teilprojektleitung)
Verbundpartner: Martin-Luther-Universität Halle (Institut für Bodenkunde), Universität Jena (Institut für Ökologie), CUI GmbH, Planungsbro Ökokart,
assoziierter Partner: Martin-Luther-Universität Halle (Institut für Geographie)
Kooperationspartner: LMBV, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt
Ziel:
- Kausalanalyse , Bewertung und Prognose von Landschaftsveränderungen auf unterschiedlichen Maßstabs- und Hierarchieebenen (Populationen, Zönosen, Biotopstrukturen, Landschaftskompartimente)
- Analyse der standortökologischen Bindung und des Einflusses von Diasporenquellen/Lieferbiotopen zur Verbesserung der Prognoseschärfe fr Prozesse der Populations- und Vegetationsdynamik
- Ableiten eines Handlungsrahmens zur Management der naturschutzfachlich wertvollen Flächen in der Bergbaufolgelandschaft
- Analyse der Austausch- und Vernetzungsprozesse mit dem Umland, Integration von Strukturanalysen des Umlandes über Methoden der Fernerkundung und GIS (assoziiertes Projekt) als Grundlage fr Biotopvernetzungskonzepte
- Konzept für ein naturschutzfachliches Monitoring für den Tagebau "Vereinigtes Schleenhain" - [2001-2002]
gemeinsame Projektleitung mit: Dr. Henle (UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH),
gefördert durch die MIBRAG
Laufzeit: 10.2001 - 08.2002
Projektbearbeiter:
- Dipl.-Ing. (FH) Sandra Dullau
- Dipl.-Ing. (FH) Sandra Mann
- Prof. Dr. Birgit Felinks
Ziel:
- Erarbeitung eines praktikablen naturschutzfachlichen Monitoring für den aktiven Tagebau zur Minimierung von negativen Folgen durch den aktiven Tagebau und zur Optimierung der Kompensationsmaßnahmen
- Auswahl von Kompensationsflächen auf der Grundlage standortökologischer Analysen und Bewertung des Potentials an Lieferbiotopen
- Erarbeitung von Ziel- und Indikatorarten sowie Methoden der Fernerkundung für die Überwachung und Bewertung von Entwicklungszuständen der Sukzessionsflächen
- Pilotstudie zum Einsatz hochauflösender Satellitendaten für die Ausweisung von großräumigen Schutzgebieten in der Türkei - [2001-2002]
Forschungsförderung der HS Anhalt
Laufzeit: 04.2001 - 04.2002
Kooperationsprojekt mit Prof. Dohmen, Prof. Ziemann (HS Anhalt) und Prof. Altan (Çukurova-Universität Adana, Türkei)
Ziel:
- Vorstudie zu Möglichkeiten des Einsatzes von hochauflösenden Satellitendaten bei der landschaftsökologischen Analyse von großräumigen und infrastrukturell wenig entwickelten Gebieten
- Die Farn- und Blütenpflanzen Sachsen-Anhalts - [2000-2002]
gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt
Laufzeit: 04.2000 - 12.2002
Auftragnehmer : Botanischer Verein Sachsen-Anhalt
Kooperationspartner: Landesamt für Umweltschutz
Ziel:
- Landesweite Kartierung der Farn- und Blütenpflanzen Sachsen-Anhalts in Messtischblatt-Viertelquadranten
gefördert von der Bundesanstalt für Straßenbau
Laufzeit 10.1999 - 08.2002
Kooperationspartner: Bundesamt für Naturschutz
Ziel:
- Bundesweite Überprüfung der ökologischen Wirksamkeit von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durch Soll-Ist-Vergleiche zur Entwicklung der Pflanzen- und Tierzönosen sowie der Biotopstrukturen
- Ursachenanalyse bei Kompensationsdefiziten und Ableiten von Optimierungsvorschlägen
gefördert durch das Regierungspräsidium Dessau
Laufzeit: 1998 - 2002
gemeinsam mit Prof. Gottstein (HS Anhalt)
Projektbearbeiter:
Ziel:
- Versuche zu verschiedenen Bewirtschaftungs- und Entwicklungsstrategien (Mahd und Abtransport der Biomasse, Mulchung und Sukzession) in ihrer Auswirkung auf die Vegetation
- Umweltanalytische Kontrolle von Boden und Pflanzen
- Effizienzkontrollen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen am Beispiel des Neubaus der A14 zwischen Halle und Magdeburg - [1998-2001]
gefördert vom Umweltministerium Sachsen-Anhalt
Laufzeit 06.1998 - 02.2001
Kooperationspartner: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt
Ziel:
- Überprüfung des Umsetzungserfolges anhand eines neu zu entwickelnden Prüfverfahrens
- Analyse der Ursachen für Umsetzungsdefizite von der Planung der Maßnahmen bis zur ökologischen Wirksamkeit (Ursachenanalyse für nicht adäquate Entwicklungen der Vegetation, der Biotopstrukturen und der Tierzönosen)
- Formulierung von Optimierungsvorschlägen für zukünftige Kompensationsplanungen
gefördert von BMBF, LMBV und Land Sachsen-Anhalt
Laufzeit 04.1997 - 11.1998
Verbundpartner: Martin-Luther-Universität Halle (Institut für Geobotanik, Institut für Bodenkunde, Institut für Geographie, Institut für Zoologie), CUI GmbH, Planungsbro Ökokart
Ziel:
- Analyse von Sukzessionsmechanismen (Einwanderungs- und Etablierungsprozesse) in ausgewählten Vegetationskomplexen der Bergbaufolgelandschaften mit populations-, vegetations- und standortökologischen Untersuchungsansätzen
- Ableitung von Renaturierungskonzepten für naturschutzfachlich wertvolle Vegetationskomplexe (v.a. Sandtrockenrasen)